Aktuelles

Wieviel Beschallungsanlage braucht ein Event?

Es kommt drauf an! 😉

Immer wieder werde ich vor die Situation gestellt, dass Veranstalter keine Vorstellung davon haben, was „Guter Ton“ an Material- und Personal-Einsatz bedeutet, und sind von meinen diesbezüglichen Vorschlägen gar nicht begeistert. Oder sie haben schlicht keinen Etat, den vorgeschlagenen Aufwand zu bezahlen. Oder sie wollen es nicht bezahlen…

Dann kommen hin und wieder Argumente wie „Wir brauchen das doch gar nicht so laut!“ oder „Der ganze Aufwand für drei Musiker?!“ bis hin zu „Früher haben wir auch nicht so viel Equipment gebraucht, um ordentlich zu feiern!“

Tja, früher war eh alles besser! Oder etwa nicht? Nein, war es nicht!

Heute können Live-Konzerte genau so gut klingen, wie die CD zuhause. Und die CD zuhause klingt bei vielen Menschen obendrein heute deutlich besser, als die Cassette auf der billigen HiFi-Kompakt-Anlage, die sie sich vor vielen Jahren vom ersten Taschengeld zusammengespart hatten. Hörer sind heute verwöhnt. Und sie haben „ein Recht darauf“, bei Veranstaltungen, Konzerten, Events einen Sound zu bekommen, der dem aktuellen Stand der Technik entspricht!

Der Rest ist Physik: Um ein gutes, gleichmäßiges Klangbild zu erzeugen, muss Luft bewegt werden. Denn Schall ist bewegte Luft. Und um Luft zu bewegen, braucht man Lautsprecher-Membranen. In ausreichender Menge und Größe. Das Ganze natürlich in vernünftiger Qualität. Dazu Verstärker, Mischpult, Mikrofone, etc…

Viele meiner Kunden vertrauen darauf, dass ich ihnen das richtige empfehle. Sie wissen, dass ich nicht aus Jux und Dollerei behaupte, eine vorhandene Beschallungsanlage wäre zu klein oder ungeeignet für ihre Veranstaltung. Wenn ich eine Empfehlung ausspreche, dann nach bestem Wissen und Gewissen und mit knapp vier Jahrzehnten Erfahrung rund um den „Guten Ton“. Hin und wieder zucken Veranstalter dann aber doch, weil sie nicht mit einem entsprechenden Aufwand gerechnet haben. Und manchmal muss ich Zitate hören wie oben angegeben…

 

Das Bild oben zeigt übrigens vier sehr ordentliche, recht leistungsstarke Lautsprecherboxen, die auf einen Stuhl auf der Bühne gerichtet sind. Es handelt sich dabei „nur“ um die Monitor-Anlage für einen einzelnen Musiker! Da es sich hierbei um einen sehr namhaften, internationalen „Star“ handelt, hat der Veranstalter überhaupt nicht gezuckt, als wir den entsprechenden Aufwand betrieben haben. Geht doch! 🙂

Portraits ohne Angst

Vor einiger Zeit hatte ich erst eine Anfrage per Mail, dann ein längeres Telefongespräch mit einer Dame, die Business-Portraits benötigte. Meine Bilder würden ihr gefallen und sie hätte gehört, ich sei ein „ganz netter“. Deshalb traut sie sich jetzt, mich zu fragen: Sie würde auf gestellten Fotos immer so komisch aussehen, fühle sich dabei nicht wohl und müsste immer blinzeln… Kurz: Bilder von ihr selber gefallen ihr eigentlich nie richtig! Ob ich es trotzdem mit ihr versuchen würde?

Klar! Nur zu! 🙂

Am vereinbarten Termin haben wir uns erst einmal sehr lange bei einem Kaffee unterhalten. Wofür sie die Bilder braucht, wie sie sich am wohlsten fühlt, warum sie sich beim Fotografiertwerden komisch vorkommt, was ihr dabei gut tun könnte, etc…

Danach einige einfache Bilder gemacht, ganz ohne Blitz. Nach und nach ein paar Lampen aufgebaut, einen Reflektor, usw. Und irgendwann waren dann doch tatsächlich div. Portraits im Kasten! 😉

Zusammen haben wir die schönsten Bilder am PC ausgesucht.

Kürzlich kam diese Rückmeldung:

„Hallo Martin,
ich wollte mich noch einmal für das erfolgreiche Portrait-Shooting bedanken.
Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und danke, dass Du soviel Geduld mit mir hattest und Dir soviel Zeit genommen hast.
Meinem Freund gefallen übrigens die Bilder auch sehr gut…“

Das freut doch den Fotografen 🙂

Lightpainting im Zeltlager

Die Jugendlichen unserer Kirchengemeinden in der Region befinden sich gerade auf Sommerfahrt im Zeltlager an der Ostsee. Es kam der Wunsch auf, dort „Lightpainting“-Aufnahmen zu machen. Also bin ich für eine Nacht dazugestoßen…

Erst einmal haben wir die sog. „Blaue Stunde“ genutzt, um mittels heftigster LED-Lampe die Zelte zum Leuchten zu bringen (s.o.).

Dann, als der Himmel richtig dunkel war haben die Jugendlichen mit Knicklichtern unter dem Sternenhimmel Lichtspuren gemalt:

Übergabe

In unserer Nachbarschaft gibt es in einer ehemaligen Schule eine Unterkunft für Geflüchtete.

Dort wird ein sehr engagiertes Integrationsprojekt betrieben: Alraune

Für die Aula der ehemaligen Schule haben wir die bestehende Beschallungsanlage erweitert, eingemessen und letzte Woche endlich übergeben können.

Nun wünschen wir der Alraune gGmbH viele gute Veranstaltung von, für und mit den Geflüchteten in ihrem Integrationsprojekt.

Licht-Workshop

Ein Internet-Bekannter hat mich gefragt, ob ich ihm ein paar Grundeinweisungen und Kniffe bzgl. Studioblitzen zeigen kann.

Klar, gerne. Haben wir also einen kleinen Workshop veranstaltet.

Anja, vor einem Jahr das erste Mal überhaupt bei mir im Studio gewesen, hat uns als „Licht-Model“ zur Verfügung gestanden. Und sie hat das richtig, richtig gut gemacht!

Sind Effektfilter „professionell“?

Unter Fotografen gibt es immer wieder teils hitzige Diskussionen, ob Effektfilter in Kameras nun ein tolles Werkzeug sind oder „Consumer-Sch…“, wie es ein Kollege neulich sehr drastisch formuliert hat.

Aus gegebenem Anlass möchte ich dazu jetzt mal meinen Senf abgeben…

Was ist „professionell“?

Ein „Profi“ ist jemand, der mit einer bestimmten Tätigkeit seinen Lebensunterhalt deckt. Also nach betriebswirtschaftlicher Betrachtung aller Kosten und Aufwendungen, auch der versteckten, am Monats- oder Jahresende einen positiven Ertrag verbuchen kann, der einen ernstzunehmenden „Stundenlohn“ darstellt. Bei Festangestellten ist dies einfacher zu ermitteln als bei Selbständigen bzw. Freiberuflern. Gleich ist jedoch das Merkmal der „Gewinnerzielungsabsicht“, wie es im Steuerdeutsch heißt.

Ein Werkzeug ist also dann „professionell“, wenn es den Profi dabei unterstützt, besagte Dienstleistung in einer guten Aufwand-Nutzen-Relation anbieten zu können: Ein tolles Ergebnis für den Kunden liefern, zu einem Preis, den der Kunde angemessen findet. Und das zu einem Aufwand, der für den Dienstleister vertretbar ist.

Nun habe ich neulich mal wieder eine Hochzeit fotografiert. Menschen, die heute (das erste Mal) heiraten, sind üblicherweise von der Generation, dass sie ein Telefon haben, mit dem sie zufällig auch telefonieren können. Die Dinger sind obendrein Rechenmaschine, Internetportal, Navigationsgerät, etc. Und eben auch Kamera samt Bearbeitungssoftware. Und das gar nicht schlecht! Zusätzlich bieten die sog. „Sozialen Medien“ noch Bildbearbeitungen, Filter, etc. an, die die hochgeladenen Fotos mehr oder weniger dezent „aufhübschen“. Digital Natives erwarten heute geradezu fertige glamoröse Bilder.

In der Vorbesprechung zu meiner Hochzeitsfotografie neulich habe ich also ein paar Beispiele meiner bisherigen Arbeiten gezeigt. Unter andem Fotos mit Effektfilter direkt aus der Kamera wie dieses:

Und natürlich gab es „Ah!“ und „Oh!“ und „das ist ja schöööööön!“

Da ich vor Ort bei der Hochzeit nicht wusste, was mich erwartet, habe ich natürlich nicht mit Effektfilter fotografiert, sondern clean. Und, wie zu erwarten war, möchten die Kunden nun „aufgehübschte“ Bilder. Klar kann ich die Auswahl der Kunden nachträglich „durch den Wolf drehen“ und beliebig mit Effektfiltern versehen. Händisch die Bilder entsprechend zu bearbeiten ist sehr aufwändig. Also entweder sehr teuer für die Kunden oder ertragsmindernd für den Dienstleister. Fertige Filter zu verwenden, so sie denn den Geschmack der Kunden treffen, sind dann in meinen Augen ein sehr professionelles Werkzeug, um mit einer sehr guten Aufwand-Nutzen-Relation tolle Ergebnisse für die Kunden zu erzielen.

Meine Meinung…

Einmessen

Vor einiger Zeit habe ich den Auftrag bekommen, die vorhandene, wenig genutzte Beschallungsanlage einer Aula zu einer alltagstauglichen Version zu erweitern.

Endlich sind alle Komponenten beisammen und wir können die neu konfektionierte Anlage auf den Raum einmessen, um ein bestmögliches Beschallungsergebnis zu erreichen.

Dank an meinen Kollegen Tobi Kittel, der immer eine feste Größe ist, wenn es um den „Guten Ton“ geht!

der Berg geht zum Propheten

Pastoren sind, wie manch andere Berufstätige auch, immer „in action“. Also ist es wirklich schwer, mit ihnen einen Termin für ein Portrait-Shoot zu vereinbaren…

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg halt zum Propheten kommen.

aka:

Wenn der Pastor nicht ins Studio kommt, dann muss das Studio halt zum Pastor kommen! 😉

Also die Kamera eingepackt und den Pastor einfach direkt nach dem Gottesdienst vor die weiße Altarrückwand gestellt. Available light – und ab dafür!

Passt doch! 🙂