Aktuelles

Portraits ohne Angst

Vor einiger Zeit hatte ich erst eine Anfrage per Mail, dann ein längeres Telefongespräch mit einer Dame, die Business-Portraits benötigte. Meine Bilder würden ihr gefallen und sie hätte gehört, ich sei ein „ganz netter“. Deshalb traut sie sich jetzt, mich zu fragen: Sie würde auf gestellten Fotos immer so komisch aussehen, fühle sich dabei nicht wohl und müsste immer blinzeln… Kurz: Bilder von ihr selber gefallen ihr eigentlich nie richtig! Ob ich es trotzdem mit ihr versuchen würde?

Klar! Nur zu! 🙂

Am vereinbarten Termin haben wir uns erst einmal sehr lange bei einem Kaffee unterhalten. Wofür sie die Bilder braucht, wie sie sich am wohlsten fühlt, warum sie sich beim Fotografiertwerden komisch vorkommt, was ihr dabei gut tun könnte, etc…

Danach einige einfache Bilder gemacht, ganz ohne Blitz. Nach und nach ein paar Lampen aufgebaut, einen Reflektor, usw. Und irgendwann waren dann doch tatsächlich div. Portraits im Kasten! 😉

Zusammen haben wir die schönsten Bilder am PC ausgesucht.

Kürzlich kam diese Rückmeldung:

„Hallo Martin,
ich wollte mich noch einmal für das erfolgreiche Portrait-Shooting bedanken.
Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und danke, dass Du soviel Geduld mit mir hattest und Dir soviel Zeit genommen hast.
Meinem Freund gefallen übrigens die Bilder auch sehr gut…“

Das freut doch den Fotografen 🙂

Lightpainting im Zeltlager

Die Jugendlichen unserer Kirchengemeinden in der Region befinden sich gerade auf Sommerfahrt im Zeltlager an der Ostsee. Es kam der Wunsch auf, dort „Lightpainting“-Aufnahmen zu machen. Also bin ich für eine Nacht dazugestoßen…

Erst einmal haben wir die sog. „Blaue Stunde“ genutzt, um mittels heftigster LED-Lampe die Zelte zum Leuchten zu bringen (s.o.).

Dann, als der Himmel richtig dunkel war haben die Jugendlichen mit Knicklichtern unter dem Sternenhimmel Lichtspuren gemalt:

Übergabe

In unserer Nachbarschaft gibt es in einer ehemaligen Schule eine Unterkunft für Geflüchtete.

Dort wird ein sehr engagiertes Integrationsprojekt betrieben: Alraune

Für die Aula der ehemaligen Schule haben wir die bestehende Beschallungsanlage erweitert, eingemessen und letzte Woche endlich übergeben können.

Nun wünschen wir der Alraune gGmbH viele gute Veranstaltung von, für und mit den Geflüchteten in ihrem Integrationsprojekt.

Licht-Workshop

Ein Internet-Bekannter hat mich gefragt, ob ich ihm ein paar Grundeinweisungen und Kniffe bzgl. Studioblitzen zeigen kann.

Klar, gerne. Haben wir also einen kleinen Workshop veranstaltet.

Anja, vor einem Jahr das erste Mal überhaupt bei mir im Studio gewesen, hat uns als „Licht-Model“ zur Verfügung gestanden. Und sie hat das richtig, richtig gut gemacht!

Sind Effektfilter „professionell“?

Unter Fotografen gibt es immer wieder teils hitzige Diskussionen, ob Effektfilter in Kameras nun ein tolles Werkzeug sind oder „Consumer-Sch…“, wie es ein Kollege neulich sehr drastisch formuliert hat.

Aus gegebenem Anlass möchte ich dazu jetzt mal meinen Senf abgeben…

Was ist „professionell“?

Ein „Profi“ ist jemand, der mit einer bestimmten Tätigkeit seinen Lebensunterhalt deckt. Also nach betriebswirtschaftlicher Betrachtung aller Kosten und Aufwendungen, auch der versteckten, am Monats- oder Jahresende einen positiven Ertrag verbuchen kann, der einen ernstzunehmenden „Stundenlohn“ darstellt. Bei Festangestellten ist dies einfacher zu ermitteln als bei Selbständigen bzw. Freiberuflern. Gleich ist jedoch das Merkmal der „Gewinnerzielungsabsicht“, wie es im Steuerdeutsch heißt.

Ein Werkzeug ist also dann „professionell“, wenn es den Profi dabei unterstützt, besagte Dienstleistung in einer guten Aufwand-Nutzen-Relation anbieten zu können: Ein tolles Ergebnis für den Kunden liefern, zu einem Preis, den der Kunde angemessen findet. Und das zu einem Aufwand, der für den Dienstleister vertretbar ist.

Nun habe ich neulich mal wieder eine Hochzeit fotografiert. Menschen, die heute (das erste Mal) heiraten, sind üblicherweise von der Generation, dass sie ein Telefon haben, mit dem sie zufällig auch telefonieren können. Die Dinger sind obendrein Rechenmaschine, Internetportal, Navigationsgerät, etc. Und eben auch Kamera samt Bearbeitungssoftware. Und das gar nicht schlecht! Zusätzlich bieten die sog. „Sozialen Medien“ noch Bildbearbeitungen, Filter, etc. an, die die hochgeladenen Fotos mehr oder weniger dezent „aufhübschen“. Digital Natives erwarten heute geradezu fertige glamoröse Bilder.

In der Vorbesprechung zu meiner Hochzeitsfotografie neulich habe ich also ein paar Beispiele meiner bisherigen Arbeiten gezeigt. Unter andem Fotos mit Effektfilter direkt aus der Kamera wie dieses:

Und natürlich gab es „Ah!“ und „Oh!“ und „das ist ja schöööööön!“

Da ich vor Ort bei der Hochzeit nicht wusste, was mich erwartet, habe ich natürlich nicht mit Effektfilter fotografiert, sondern clean. Und, wie zu erwarten war, möchten die Kunden nun „aufgehübschte“ Bilder. Klar kann ich die Auswahl der Kunden nachträglich „durch den Wolf drehen“ und beliebig mit Effektfiltern versehen. Händisch die Bilder entsprechend zu bearbeiten ist sehr aufwändig. Also entweder sehr teuer für die Kunden oder ertragsmindernd für den Dienstleister. Fertige Filter zu verwenden, so sie denn den Geschmack der Kunden treffen, sind dann in meinen Augen ein sehr professionelles Werkzeug, um mit einer sehr guten Aufwand-Nutzen-Relation tolle Ergebnisse für die Kunden zu erzielen.

Meine Meinung…

Einmessen

Vor einiger Zeit habe ich den Auftrag bekommen, die vorhandene, wenig genutzte Beschallungsanlage einer Aula zu einer alltagstauglichen Version zu erweitern.

Endlich sind alle Komponenten beisammen und wir können die neu konfektionierte Anlage auf den Raum einmessen, um ein bestmögliches Beschallungsergebnis zu erreichen.

Dank an meinen Kollegen Tobi Kittel, der immer eine feste Größe ist, wenn es um den „Guten Ton“ geht!

der Berg geht zum Propheten

Pastoren sind, wie manch andere Berufstätige auch, immer „in action“. Also ist es wirklich schwer, mit ihnen einen Termin für ein Portrait-Shoot zu vereinbaren…

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg halt zum Propheten kommen.

aka:

Wenn der Pastor nicht ins Studio kommt, dann muss das Studio halt zum Pastor kommen! 😉

Also die Kamera eingepackt und den Pastor einfach direkt nach dem Gottesdienst vor die weiße Altarrückwand gestellt. Available light – und ab dafür!

Passt doch! 🙂

Addicted To Love

 

(M)eine Hommage an Robert Palmer

Vor mehr als zwei Jahrzehnten hatte ich die Ehre, mit dem „Gentleman“ Robert Palmer einen Tag im Studio zu arbeiten.
Ich habe ihn kennengelernt als einen höflichen, bescheidenen und freundlichen Herrn. Immer auf Augenhöhe mit allen Studiomitarbeitern, nie von oben herab, wie wir es hin und wieder von anderen sogenannten „Promis“ erleben mussten. Ganz „Gentleman“ eben…

Anders in seinen Videos. Dort präsentierte er sich gerne als Hahn im Korb, umgeben von einer mehr oder weniger großen Schar hübscher Models.

Obwohl ich nie der ganz große Fan von Robert Palmers Musik war haben mir seine Videos überwiegend gefallen. Das übertrieben gestellte Auftreten einer Band, natürlich bestehend aus besagten Models, hatte schon etwas Kultiges:
Ein nahezu unspielbar aufgebautes Schlagzeug, keine Kabel in den elektrischen Instrumenten, ein „Funk-Mikro“ gefaked mittels abgekniffenem Kabel, die „Musikerinnen“ mit knall-roten Krallen-Fingernägeln, mit denen sie nie und nimmer wirklich Gitarre oder Bass hätten spielen können… Großartig! 🙂
Und, klar, die kühle Erotik der langbeinigen Models hat mir auch gefallen… 😉

Vor zwei Jahren war Romy das erste Mal bei mir im Studio. Und irgendwie hat sie mich an Robert Palmers „Band“-Mitglieder aus Addicted To Love erinnert. Seit dem schwirrt mir die Idee zu obigem Bild im Kopf herum. Jetzt haben wir es endlich umgesetzt! Danke, Romy!

Der „Abspann“ zu meinem Bild „Addicted To Love“…

Die Band: Romy Keller (Schlagzeug), Romy Keller (Keyboard), Romy Keller (Gitarre), Romy Keller (Bass), Romy Keller (Gitarre), Martin Wieprecht (Gesang)
Fotos: Martin Wieprecht (5), Romy Keller (1)
Photoshop: Martin Wieprecht
Studio: DREIKLANG
Vielen Dank an die Soul Funk Family für die Zurverfügungstellung von Schlagzeug und Keyboard.

Und natürlich ganz, ganz großen Dank an Robert Palmer und seine Mädels für Idee und Vorlage: