100V-Technik

Es gibt sie noch, die fast schon historische „100V-Technik“ ­čśë

Das Prinzip ist ja eigentlich gar nicht bl├Âd…
Ein Leistungssignal wird hoch transformiert auf ca. 100V und kann dann mit sehr geringen Verlusten ├╝ber sehr d├╝nne Leitungen (Stichwort „Klingeldraht“) ├╝ber weite Strecken transportiert werden. P = U x I. Hohe Spannung U hei├čt bei gleicher Leistung P es flie├čt ein niedriger Strom I. Was wenig Leitungsverluste bedeutet und keinen gro├čen Leiterquerschnitt ben├Âtigt. Am anderen Ende wird das Signal wieder herunter transformiert und treibt dann ganz normal die Lautsprecher.

Dumm nur, dass diese doppelte Transformation einerseits Leistung frist und andererseits nicht klangneutral stattfindet.

Diese Technik wurde viel genutzt und verbaut, als vor etwa einem halben Jahrhundert erste Beschallungsanlagen in Kirchen, Museen, etc. Einzug hielten. Damals war der Klang von Beschallungsanlagen eh nicht sonderlich gut, so dass die doppelte Transformierung auch nicht mehr ins Gewicht fiel.

Heute finden wir nun leider immer noch in vielen Kirchen 100V-Technik vor, weil die alten „Klingeldr├Ąhte“ noch liegen. Und der Aufwand, eine komplette Kirche mit Lautsprechern an jeder S├Ąule mit neuen Leitungen gr├Â├čeren Querschnitts zu verkabeln, ist einfach enorm hoch und teuer.

Deshalb haben mein Kollege und ich soeben wieder einmal eine uralte 100V-Anlage reaktiviert und nach den besten M├Âglichkeiten eines viele Jahrzehnte alten „Technik-Puzzles“ (man k├Ânnte auch sagen „historisch gewachsen“) eingestellt. In ein paar Wochen ist die erste gro├če Bew├Ąhrungsprobe der reaktivierten Anlage. Da hoffen wir mal, dass alles durchh├Ąlt. Und dann wird das wohl eine Baustelle werden, auf der wir so nach und nach einiges modernisieren m├╝ssen…

2 Gedanken zu „100V-Technik“

  1. Lieber Martin,

    als technisch unterbelichtete Zeitgenossin;) verstehe ich zwar nur Bahnhof – aber ich lese Deine News immer mit gro├čer Freude, weil Du darin Deine Leidenschaft f├╝r Dein TUN so wunderbar r├╝berbringst.
    Diese Leidenschaft mag ich so sehr, auch in unserer Zusammenarbeit.
    Viele Gr├╝├če und GUTES GELINGEN bei diesem Projekt.
    Karin

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