Aktuelles

Bandfotografie

Zu meinen Jobs gehört nicht nur, dass ich Bands mische. Also tontechnisch betreue…

…hin und wieder fotografiere ich auch Bands bzw. MusikerInnen. Siehe z.B. meine entsprechende Galerie hier:

Künstler in Aktion

Nun hat ein bekannter Hersteller sein ikonisches E-Gitarren-Modell als Kunstwerk urheberrechtlich schützen lassen:

https://www.swr.de/kultur/musik/fender-stratocaster-gitarre-urteil-100.html

Eigentlich geht es ihnen wohl nur um das Untersagen von Raubkopien. Aber wenn die Gitarre als solche ein Kunstwerk ist und dieses Kunstwerk nur „temporär“ öffentlich zu sehen ist, also z.B. bei einem Auftritt einer Band, dann darf sie nicht einfach so fotografiert werden. Da gibt es hohe urheberrechtliche Hürden. Und nun geht die Frage rum:

Sind Bandfotos jetzt illegal?

Für das Titelbild des Beitrags „Live On Tape“ habe ich nicht nur besagtes Instrument mit aufgenommen, sondern im Hintergrund stehen auch noch tatsächlich weitere Kunstwerke:

Ist mein Blog hier „Berichterstattung“? Dann darf ich das…
Ist der Blog hier gewerblich, weil er zu meiner Firma gehört? Dann darf ich das nicht…

Fragen über Fragen!

Eigentlich habe ich ja früher bevorzugt E-Gitarren eines anderen Herstellers gespielt. Trotzdem besitze ich auch das „Kunstwerk“. Und wenn ich Fotos davon nicht mehr zeigen dürfte, wäre das vermutlich coolste Bild meiner eigenen Musiker-Karriere nicht mehr erlaubt:


😉

Generationen-Treffen

Kürzlich war ich bei Kollegen im Lager, um an verschiedenen Yamaha-Pulten etwas nachzusehen und auszuprobieren…

Es war ganz witzig, wie da dann so diverse Generationen digitaler Mischpulte auf einem Haufen standen:

Plötzlich kam einer der Kollegen um die Ecke und meinte, es gäbe auch noch irgendwo ein Yamaha 01V. Eins der ersten Digital-Pulte, die wir viel und lange auf Veranstaltungen eingesetzt haben. Und tatsächlich! Er hat das Pult noch im Lager gefunden und es funktioniert sogar noch!
(Bild im Header)

Ich finde es ja gut, wenn Geräte lange genutzt werden:

Das 01V (ohne „96“!) ist allerdings so alt und klingt entsprechend lange nicht so gut wie heutige Digitalpulte, dass wir es wohl nur noch aus nostalgischen Gründen aufheben werden… 😉

Es geht los…

Dank des echten Winters, den wir dieses Mal tatsächlich in Hamburg hatten, geht es etwas später los mit dem ernst zu nehmenden Photovoltaik-Ertrag, als letztes Jahr:

Aber es geht los!

Wir hatten gerade den ersten Sonnen-Espresso 2026.

Und haben ihn sogar (mit Mütze) auf dem Balkon getrunken! 🙂

Sprachverständlichkeit

Die benachbarte Kirche ist vor einigen Jahren saniert worden und hat dabei auch eine band-taugliche Beschallungsanlage bekommen:

Kürzlich ist nun in dieser Kirche Samuel Harfst aufgetreten. Für ein paar Stücke auch zusammen mit der Band DenizDörtheDubstepDuo.

Samuel singt sehr dezent und seine Texte sind sehr wichtig. Auch wenn seine treuen Fans alle Lieder in- und auswendig kennen und mitsingen – das gesprochene Wort zwischen den Lieder sollte natürlich ebenfalls gut zu verstehen sein.

Andererseits sollten die Stücke mit Band-Begleitung selbstverständlich „ordentlich Druck haben“.

Große Kirchen stellen mit ihrer halligen Akustik dbzgl. die verantwortlichen TechnikerInnen vor große Herausforderungen!

Mein Kollege Kennet, der selber in der DDDD-Band Schlagzeug spielt, hat ein hervorragendes Setup gebaut aus Linienstrahlern und gerichteten Bässen.

Kennet vertraut, wie ich, dabei gerne auf die Produkte der Fa. Fohhn:

In der Kirche neulich waren die verwendeten Lautsprecher zwar eine Nummer größer als im PEM-Theater seinerzeit, das Prizip aber ähnlich.

So konnte ich am Mischpult hervorragend arbeiten und habe trotz der schwierigen Akustik einen guten Sound, eine prima Sprachverständlichkeit hinbekommen.

Samuel solo und mit DDDD-Band haben ein tolles Konzert abgeliefert!

Danke, dass ich dabei sein durfte…

Qualitätsarbeit

Soeben erhielt ich einen Anruf, ob ich etwas zu einen Fahrzeug sagen könnte, welches vor einigen Jahren auf DREIKLANG zugelassen war.

Ich hätte es 2019 nach nur 2½ Jahren Nutzung mit rund 20.000 km verkauft.

Da musste ich doch kurz überlegen. Aber die treuen LeserInnen hier werden sich erinnern:

Das war der VW T6, der mir hier vor der Haustür nachts zu Schrott gefahren wurde!

Den Schrott hatte ich in Zahlung gegeben und er wurde offensichtlich wieder aufgebaut.

Mittlerweile hat er über 200.000 km auf dem Buckel und sieht, nach Aussage des Anrufers, noch ziemlich gut aus!

Da kann man doch nicht meckern, oder?! 👍🏻

Cassetten

Eine Freundin von mir hat noch die Cassetten aus ihrer Kindheit – aber gar kein Abspielgerät mehr… 😮

Die Kinder von heute verwenden für so etwas eine sogenannte Toniebox:

Im Prinzip sind das MP3-Player und die Figur, der „Tonie“, ist der Speicher. Den „Kreativ-Tonie“ kann man mit eigenen MP3s bespielen…

Aber wie nun die analogen Cassetten aus der tontechnischen Steinzeit in den Kreativ-Tonie bekommen?

DREIKLANG hilft!

Seit Jahr und Tag digitalisieren wir analoges Tonmaterial:

Und nicht nur Schallplatten oder Tonbänder…

Sondern eben auch Cassetten!

Also die Cassette „klassisch“ abgespielt und dabei in den Rechner digitalisiert…

Noch ein wenig entrauscht:

Das Ergebnis als MP3 gespeichert…

…und wieder jemanden glücklich gemacht!
🙂

Helmholtz

Nein, bei „Helmholtz“ handelt es sich mitnichten um das Rohmaterial für biologisch abbaubare Kopf-Schutz-Bedeckungen… 😉

Hermann von Helmholtz (1821-1894) war Universalgelehrter und u.a. auch Physiker.

Warum erzähle ich das?

Ein langjähriger Freund und Kollege von mir ist umgezogen und hat sich auch in seinem neuen Heim ein kleines Tonstudio eingerichtet.

Nun haben unsere üblichen quaderförmigen Räume nicht wirklich die besten akustischen Eigenschaften. Gerade kräftige Lautsprecher regen gerne Resonanzfrequenzen an und verfälschen somit den Klang. Für Tonstudios suboptimal…

Der Kollege bat mich um meinen Rat

Erst einmal haben wir unsere Ohren bemüht und deutliche Resonanzen wahrgenommen.

Also schnell ausgerechnet, wo bei der Geometrie des Raumes am ehesten diese zu erwarten sind.

Und dann einen Spektrumanalysator angeworfen (da gibt es mittlerweile recht vernünftige Tools für handelsübliche Smart-Phones, s.o.).

Und siehe da: Höreindruck, grobe Rechnung und Analysator ergaben die gleichen Werte!

Jetzt kommt Herr Helmholtz ins Spiel

Er entwickelte nämlich einen Resonator, den nach ihm benannten Helmholtz-Resonator, der einzelne Frequenzen aus einem Frequenzgemisch isolieren, verstärken oder abdämpfen kann.

Und als Absorber, also zum Abdämpfen, soll er hier im Studio genutzt werden.

Also hat der Kollege ein gängiges Berechnungs-Tool benutzt und sich „mal eben“ Absorber gebaut:

Helmholtz-Resonatoren (noch im Roh-Zustand) in der Ecke eines Tonstudios

Man höre und staune: die Akustik im Raum ist sofort besser, die Resonanzen deutlich weniger geworden.

Da freut sich nicht nur der Tontechniker, sondern auch der Physiker! 🙂