Freiwillige Selbstbeschränkung

Keine Models auf Gleisen!

Gleise gelten als Symbol für Reisen, Fernweh, Sehnsucht. Allerdings auch für den Lebensweg schlechthin. Hier natürlich Liebe, Freundschaft, Unzertrennlichkeit, Treue, etc. Und damit sind sie ein häufig genutztes romatisches Photomotiv. Gern mit Models drauf, die die Gleise entlang schlendern oder auf dem Gleisbett träumen.

Hand aufs Herz:
Alle Photographen haben solche Bilder schon mal gemacht oder würden sie gerne mal machen!

Nun habe ich einen Freund, der reagiert da ziemlich allergisch. Er musste nämlich mal als Fotojournalist einen ICE-Unfall mit Personenschaden dokumentieren…

Klar, wir sind alle erwachsene Menschen und können abschätzen, ob Gleise „totgelegt“ sind oder nicht. Niemand von uns wäre so leichtsinnig, auf genutzten Gleisen Bilder zu machen.

Aber unsere Photos im Netz regen zum Nachmachen an:
Info-Seite der Deutschen Bahn

Gerade Girlies in der Pubertät lieben es, romantische Bilder „wie die Models“ zu knipsen. Gerne auch als Selfie.

Und weil wir nicht bei Rot über die Ampel gehen, wenn Kinder zuschauen, sollten wir auch keine Bilder im Netz zeigen mit Menschen auf oder an Gleisen.

Kinder können ggf. nicht abschätzen, wie groß die Gefahr wirklich ist!

„Heute ist der Tag des Aufbruchs“

…und das im mehrfachen Wortsinn!

Neulich habe ich ja schon mal etwas über 100V-Technik geschrieben:

Heute habe ich nun eine rechte alte Beschallungsanlage in einer Kirche, klar: 100V-Technik, für einen Festgottesdienst um moderne Technik erweitern dürfen. War ein wenig abenteuerlich, aber hat funktioniert.

Die Paul-Gerhardt-Kirche in Wilhelmsburg wurde entwidmet und die Gemeinde wird zukünftig in der Nachbarkirche mit schönem, neuen Gemeindezentrum ihr Zuhause finden. Für den Pastor somit ein „Tag des Aufbruchs“…

https://www.ndr.de/903/Heute-ist-der-Tag-des-Aufbruchs,hamj76816.html

Und auch für DREIKLANG ein Tag des Aufbruchs. Das neue Auto ist da!

Ihr erinnert euch? Vor über vier Monaten hat mir jemand das DREIKLANG-Mobil zerstört:

Nun gibt es endlichen einen neuen. Heute war die erste Dienstfahrt.

Und wer genau hinschaut kann das neue DREIKLANG-Mobil in dem obigen Beitrag über die Paul-Gerhardt-Kirche entdecken…

Hier noch der Link zur kompletten Info-Seite beim NDR…

NDR-Beitrag: Kirche weicht Wohnungen

Home-Shoot

Vielen Menschen ist es unangenehm, zu einem Photographen ins Studio zu gehen.

Oder wir haben Bildideen, die bei ihnen zuhause am besten umzusetzen sind.

Für mich als Photographen ist es immer ein besonderer Vertrauensbeweis, wenn meine Kunden mich in ihre ganz private Umgebung einladen, um sie dort ebenso privat und intim zu photographieren.

100V-Technik

Es gibt sie noch, die fast schon historische „100V-Technik“ 😉

Das Prinzip ist ja eigentlich gar nicht blöd…
Ein Leistungssignal wird hoch transformiert auf ca. 100V und kann dann mit sehr geringen Verlusten über sehr dünne Leitungen (Stichwort „Klingeldraht“) über weite Strecken transportiert werden. P = U x I. Hohe Spannung U heißt bei gleicher Leistung P es fließt ein niedriger Strom I. Was wenig Leitungsverluste bedeutet und keinen großen Leiterquerschnitt benötigt. Am anderen Ende wird das Signal wieder herunter transformiert und treibt dann ganz normal die Lautsprecher.

Dumm nur, dass diese doppelte Transformation einerseits Leistung frist und andererseits nicht klangneutral stattfindet.

Diese Technik wurde viel genutzt und verbaut, als vor etwa einem halben Jahrhundert erste Beschallungsanlagen in Kirchen, Museen, etc. Einzug hielten. Damals war der Klang von Beschallungsanlagen eh nicht sonderlich gut, so dass die doppelte Transformierung auch nicht mehr ins Gewicht fiel.

Heute finden wir nun leider immer noch in vielen Kirchen 100V-Technik vor, weil die alten „Klingeldrähte“ noch liegen. Und der Aufwand, eine komplette Kirche mit Lautsprechern an jeder Säule mit neuen Leitungen größeren Querschnitts zu verkabeln, ist einfach enorm hoch und teuer.

Deshalb haben mein Kollege und ich soeben wieder einmal eine uralte 100V-Anlage reaktiviert und nach den besten Möglichkeiten eines viele Jahrzehnte alten „Technik-Puzzles“ (man könnte auch sagen „historisch gewachsen“) eingestellt. In ein paar Wochen ist die erste große Bewährungsprobe der reaktivierten Anlage. Da hoffen wir mal, dass alles durchhält. Und dann wird das wohl eine Baustelle werden, auf der wir so nach und nach einiges modernisieren müssen…

spontan

Mein Freund Achim hat Männerschnupfen und hat mich gestern gefragt, ob ich ganz spontan eine Band für ihn fotografieren kann, die abends auftritt…

Klar, ich hatte die paar Stunden am Abend Zeit und ehrliche Strom-Gitarren-Mucke ist ja mein Ding!

Also Stöpsel in die Ohren und eine Stunde „Bull´s Inch“ angetan. Rockt, was die Jungs da machen!

Jetzt schnell die Bilder auf den Server stellen, damit sie irgendwann zur Band kommen. Und wenn ich etwas Zeit habe wird vielleicht das eine oder andere auch hier in meiner Galerie „Künstler“ auftauchen – die Freigabe dazu haben mir die Musiker erteilt.

Cooler Abend – Dankeschön dafür!

Abkühlung

Die heiße Zeit der Schulfotografie ist für dieses Jahr vorbei. Weit über 10.000 Menschen habe ich 2018 portraitiert…

Nun ist endlich Luft, mich um die Bilder vom Sommer zu kümmern. Ja, derweil in (Nord-) Deutschland diesen Sommer ein Hitze-Rekord nach dem anderen gebrochen wurde habe ich mich in kälteren Gefilden herumgetrieben bzw. treiben lassen: vor West-Grönland.

Der Kalender 2019, Thema logischerweise „Grönland“, ist auch fertig und liegt zum Verpacken und Verschicken bereit. Wer ein Exemplar erwerben möchte: Mail an mich 😉

Und, nein, das obige Bild hat es nicht in den Kalender geschafft. Mehr wird aber nicht verraten!

Yoga mit Martin

Immer wieder kommt es vor, dass ich Menschen portraitieren soll, die „eigentlich gar nicht wollen“. Zum Beispiel, wenn sie von ihrem Arbeitgeber zu mir geschickt wurden, weil ein Mitarbeiter-Bild auf der Webseite erscheinen soll.

Da muss ich dann schon ein wenig coachen. Von der Entspannungsübung zum tollen Portrait 🙂

Heute hat mich mein Kollege Jörg Schiffke dabei heimlich mit dem Handy gefilmt:

Jörg hat das Video „Yoga mit Martin“ genannt. Das nehme ich jetzt einfach mal als Kompliment. Danke, Jörg!