Kürzlich war ich bei Kollegen im Lager, um an verschiedenen Yamaha-Pulten etwas nachzusehen und auszuprobieren…
Es war ganz witzig, wie da dann so diverse Generationen digitaler Mischpulte auf einem Haufen standen:
Plötzlich kam einer der Kollegen um die Ecke und meinte, es gäbe auch noch irgendwo ein Yamaha 01V. Eins der ersten Digital-Pulte, die wir viel und lange auf Veranstaltungen eingesetzt haben. Und tatsächlich! Er hat das Pult noch im Lager gefunden und es funktioniert sogar noch! (Bild im Header)
Ich finde es ja gut, wenn Geräte lange genutzt werden:
Das 01V (ohne „96“!) ist allerdings so alt und klingt entsprechend lange nicht so gut wie heutige Digitalpulte, dass wir es wohl nur noch aus nostalgischen Gründen aufheben werden… 😉
Dank des echten Winters, den wir dieses Mal tatsächlich in Hamburg hatten, geht es etwas später los mit dem ernst zu nehmenden Photovoltaik-Ertrag, als letztes Jahr:
Ihr wisst ja: Da wir in unserem Teil der Welt viel mehr CO2 ausstoßen, als der Globus verkraften kann, sollten wir zumindest kompensieren, was wir nicht vermeiden können:
Samuel singt sehr dezent und seine Texte sind sehr wichtig. Auch wenn seine treuen Fans alle Lieder in- und auswendig kennen und mitsingen – das gesprochene Wort zwischen den Lieder sollte natürlich ebenfalls gut zu verstehen sein.
Andererseits sollten die Stücke mit Band-Begleitung selbstverständlich „ordentlich Druck haben“.
Große Kirchen stellen mit ihrer halligen Akustik dbzgl. die verantwortlichen TechnikerInnen vor große Herausforderungen!
Mein Kollege Kennet, der selber in der DDDD-Band Schlagzeug spielt, hat ein hervorragendes Setup gebaut aus Linienstrahlern und gerichteten Bässen.
Kennet vertraut, wie ich, dabei gerne auf die Produkte der Fa. Fohhn:
In der Kirche neulich waren die verwendeten Lautsprecher zwar eine Nummer größer als im PEM-Theater seinerzeit, das Prizip aber ähnlich.
So konnte ich am Mischpult hervorragend arbeiten und habe trotz der schwierigen Akustik einen guten Sound, eine prima Sprachverständlichkeit hinbekommen.
Samuel solo und mit DDDD-Band haben ein tolles Konzert abgeliefert!
Ein langjähriger Freund und Kollege von mir ist umgezogen und hat sich auch in seinem neuen Heim ein kleines Tonstudio eingerichtet.
Nun haben unsere üblichen quaderförmigen Räume nicht wirklich die besten akustischen Eigenschaften. Gerade kräftige Lautsprecher regen gerne Resonanzfrequenzen an und verfälschen somit den Klang. Für Tonstudios suboptimal…
Erst einmal haben wir unsere Ohren bemüht und deutliche Resonanzen wahrgenommen.
Also schnell ausgerechnet, wo bei der Geometrie des Raumes am ehesten diese zu erwarten sind.
Und dann einen Spektrumanalysator angeworfen (da gibt es mittlerweile recht vernünftige Tools für handelsübliche Smart-Phones, s.o.).
Und siehe da: Höreindruck, grobe Rechnung und Analysator ergaben die gleichen Werte!
Jetzt kommt Herr Helmholtz ins Spiel
Er entwickelte nämlich einen Resonator, den nach ihm benannten Helmholtz-Resonator, der einzelne Frequenzen aus einem Frequenzgemisch isolieren, verstärken oder abdämpfen kann.
Und als Absorber, also zum Abdämpfen, soll er hier im Studio genutzt werden.
Also hat der Kollege ein gängiges Berechnungs-Tool benutzt und sich „mal eben“ Absorber gebaut:
Helmholtz-Resonatoren (noch im Roh-Zustand) in der Ecke eines Tonstudios
Man höre und staune: die Akustik im Raum ist sofort besser, die Resonanzen deutlich weniger geworden.
Da freut sich nicht nur der Tontechniker, sondern auch der Physiker! 🙂